Sehr geehrte Damen und Herren,
wie können wir eine Symbiose zwischen Klimaschutz und Konjunkturprogramm schaffen? Diese Frage bewegt mich seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Ich habe eine Antwort, die ich den Medien und auch dem interessierten politischen Berlin gerne gebe: Wir müssen den Fokus auf die energetische Modernisierung von Bestandsgebäuden legen!
In unserem Klimaprojekt in Bottrop haben wir mithilfe eines speziellen Förderprogramms 18 Prozent CO2 an knapp 800 Gebäuden durch Modernisierungen einsparen können. Wenn man dieses Modell, dass auf Aktivierung, Beratung und Zuschüssen fußt, auf die 19 Millionen Bestandsgebäude in Deutschland ausdehnen würde, hätte man ein riesiges Konjunkturprogramm. Man hätte endlich einen Ansatz für ein Problem, das auch das Bundesumweltministerium nicht gelöst bekommt, und eine gute Klimabilanz.
Kommen wir alle gesund durch die Corona-Krise!
Ihr Burkhard Drescher

 

Aktuelle Meldungen

Online-Konferenz Coronexit
Welche Konjunkturprogramme und Maßnahmen die Wirtschaft in der Corona-Krise stabilisieren können, diskutierte die SPD-Fraktion im Bundestag Mitte Juni mit zahlreichen Experten. Auf Einladung der drei stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Matthias Miersch, Sören Bartol und Achim Post schalteten sich auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze und der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Frans Timmermanns, in das Gespräch unter dem Titel Coronexit – Nachhaltig aus der Krise ein. ICM-Geschäftsführer Burkhard Drescher nahm ebenfalls an dem Online-Format teil und warb für ein „zielgenaues Konzept zur energetischen Sanierung von Stadtquartieren“. Er mahnt, dass auch das neue KfW-430-Programm keine Anreize für Hauseigentümer bietet, da die Maßnahmen „schlicht unrentabel“ sind.
Drescher warb bei Coronexit für das niederschwellige Fördermodell im Bottroper Klimaprojekt, bei dem Zuschüsse entsprechend der CO2-Reduzierung bewilligt werden. „Wenn man unser Programm CO2-Einsparungen gleich Fördersatz als Konjunkturpaket auf die Republik ausrollen wollte und die Modernisierung von fünf Millionen Wohngebäuden zum Ziel hätte, müsste man 13 Mrd. Euro Fördermittel in die Hand nehmen und würde damit über 100 Mrd. Euro Investitionen freisetzen. Das bedeutet Wachstum, Arbeitsplätze und Klimaschutz.“ Sein Fazit: „Klimagerechter Stadtumbau schafft Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum!“ Zum Video auf Youtube

Klimakonzepte in der Umsetzung

In weiteren Quartieren aus ihrem „roll out“-Projekt ist die InnovationCity in den vergangenen Wochen mit der Umsetzung ihrer Konzepte an den Start gegangen. ICM-Geschäftsführer Burkhard Drescher lobt die entsprechenden Schritte der Kommunen: „Wir wollen schließlich keine Konzepte für die Schublade produzieren, sondern die Energiewende vor Ort ins Rollen bringen.“ Konkret heißt das: In Oberhausen Osterfeld-Mitte / Vondern ist ebenso wie in Gelsenkirchen-Rotthausen, Lünen-Süd und Recklinghausen-Hillerheide das sogenannte Sanierungsmanagement gestartet, in dessen Rahmen Immobilienbesitzer und Mieter zu den Themen Hausmodernisierung und Energiesparen kostenlos beraten werden. Das Beratungskonzept beruht auf dem erfolgreichen Modell aus der InnovationCity Ruhr. Zu den Artikeln


Mit der App durch InnovationCity Ruhr

Zum Zehnjährigen ihres Klimaprojektes in Bottrop hat die ICM zusammen mit der Stadt eine digitale Schnitzeljagd durch die InnovationCity Ruhr erstellt. Die Tour eignet sich bestens für einen Ausflug in den Sommerferien – und darüber hinaus: Wer bei der interaktiven Stadtrallye für Fahrrad und Handy bis Ende August mitmacht, kann einen von fünf attraktiven Preisen gewinnen! Startpunkt der knapp 15 Kilometer langen Rundstrecke ist das ICM-Beratungszentrum am Bottroper Hauptbahnhof. Von dort aus geht es größtenteils auf Radwegen in den Bottroper Süden. Die Rallye trägt den Namen „Blauer Himmel, grüne Stadt“ und kann kostenlos in der App „Actionbound“ heruntergeladen werden. Zum Artikel


Interkommunale Analysen

Seit Januar 2020 arbeitet die ICM gemeinsam mit dem Büro K.PLAN an einem Klimaschutzteilkonzept für die Klimaregion Rhein-Voreifel. Diese besteht aus den Kommunen Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg. Bei dem Konzept geht es um die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Ein Zwischenergebnis der durchgeführten Analysen wurde Anfang Juli 2020 coronabedingt online präsentiert. In dem einstündigen Video werden die lokalen Auswirkungen und Klimawandelfolgen von Hitze, Sturm und Wasser erläutert. So sind zum Beispiel auf einer sogenannten Klimatopkarte die „Hitzeinseln“ der Region zu sehen, andere Karten zeigen die Beschaffenheit der Böden, Hochwasser-Hotspots oder die Gefährdung durch Sturmgeschwindigkeiten. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen abschließend zu zielgenauen Maßnahmen für die einzelnen Kommunen in der Klimaregion führen. Zur Webseite


Spitzenposition ausgebaut

Strom aus Sonnenenergie steht in der InnovationCity Ruhr hoch im Kurs: Unter den Großstädten im Ruhrgebiet belegt Bottrop bei der Photovoltaik-Dichte den Spitzenplatz (Foto von der Solarzellen-Installation: Ralph Lueger). Die Klimastadt baut ihre Position im Vergleich zum Vorjahr laut Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur sogar noch aus und hängt damit Kommunen wie Essen, Dortmund und Bochum ab. Mehr dazu beim Klick auf den Button! Übrigens: Auch die erneuerbaren Energien erfreuen sich großer Beliebtheit. Wer in Bottrop ein Haus baut, entscheidet sich in 81,3 Prozent der Fälle für umweltschonende Heizenergien. Wie weit oben die InnovationCity Ruhr im NRW-Vergleich gelandet ist, beantworten wir hier. Mehr Details zu Photovoltaik liefert dieser Bericht.


LOUISE fährt durch die Krise

Das Projekt LOUISE, ein innovativer Einkaufs- und Lieferdienst, wird von mehreren Partnern entwickelt: Die Wirtschaftsförderung der Stadt Bottrop arbeitet mit dem Logistikunternehmen Rottbeck zusammen, der Softwarefirma Newsmedia aus Marl, dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik sowie dem Institut für Innovationsforschung und -management (ifi). Gemeinsam verhalfen sie dem Dienst Anfang März 2020 zum Sprung aus der Testphase ins echte Leben. Wir erklären, warum LOUISE gut fürs Geschäft, für den Globus und die Gesundheit ist! Zum Artikel


Fördertopf ist noch gefüllt

Im InnovationCity-Topf für energetische Hausmodernisierungen in Bottrop gibt es noch nicht beanspruchte Fördermittel, die weiterhin abgerufen werden können. Darauf machen Stadt Bottrop und ICM aufmerksam. Ein wichtiges Kriterium für den Antrag ist die Fertigstellung der Maßnahme bis zum 30.6.2021. Zum Artikel


Karriere machen bei der ICM

Momentan gibt es zwei offene Stellen bei der ICM. Zum 1. September suchen wir einen Quartiersmanager (m/w/d) und einen Energieberater (m/w/d). In den Stellenausschreibungen auf unserer Karriereseite sind alle wichtigen Details beschrieben. Was uns als Arbeitgeber auszeichnet, verraten wir natürlich auch. Zu unserer Karriereseite


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