Das Team der Servicestelle Berlin besteht aus (v.l.n.r.) David Uong (BEA), Dr. Ursula Flecken und Paul-Martin Richter (beide Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG), Staatssekretär Sebastian Scheel (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen), Staatssekretär Stefan Tidow (Senatsverwal-tung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz), Mechthild Zumbusch (BEA) und Tobias Clermont (Innovation City Management GmbH). Foto: ICM

ICM in Berlin: Offizieller Auftakt der „Service- und Beratungsstelle für energetische Quartiersentwicklung“

Bottrop, 30. September 2019 – Stadtquartiere spielen eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz in Großstädten. Doch wie kann man die einzelnen Akteure auf dem Weg zum klimaneutralen Quartier zu einem gemeinsamen Vorgehen bewegen? Dazu bringt die Innovation City Management GmbH (ICM) ihre Expertise in die „Service- und Beratungsstelle für energetische Quartiersentwicklung“ im Auftrag des Landes Berlin ein. Bei der offiziellen Auftaktveranstaltung Mitte September in Berlin tauschten sich Experten aus den Bezirks- und Landesverwaltungen, von Infrastrukturunternehmen und aus der Wohnungswirtschaft aus. Dabei wurde u. a. in Fragerunden und Workshops diskutiert, wie relevante Akteure aktiviert, Förderkulissen aufgebaut bzw. genutzt und innovative Technologien implementiert werden können.

Die Service- und Beratungsstelle hat den Auftrag, in den kommenden Jahren die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass bis zum Jahr 2021 mindestens zehn integrierte energetische Quartierskonzepte initiiert und schrittweise umgesetzt werden. Sie wurde von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eingerichtet und wird aus Mitteln des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030 (BEK 2030) finanziert. Die Projektleitung hat die Berliner Energieagentur GmbH (BEA), fachliche Kooperationspartner sind die Innovation City Management GmbH aus Bottrop sowie die Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG aus Berlin.

Tobias Clermont, Geschäftsführer der ICM, erklärt: „Wir haben mit dem Reallabor Bottrop und mehr als 30 erstellten Quartierskonzepten einen großen Erfahrungsschatz, den wir auch im Land Berlin einbringen können. Ob Ansprache und Vernetzung von Akteuren, Fördermittelmanagement oder Projektsteuerung: Über den gesamten Entwicklungsprozess können wir für Kommunen, Wohnungswirtschaft und Energieversorger vermittelnd, beratend und entwickelnd tätig werden.“

Akteure miteinander ins Gespräch bringen

Aufgabe der ICM und der weiteren Kooperationspartner ist es, wichtige Akteure in den einzelnen Quartieren miteinander ins Gespräch zu bringen, die städtebaulichen Zielsetzungen und energetischen Handlungsschwerpunkte zu analysieren und gemeinsam festzulegen, wie der energetische Umbau der Stadtviertel realisiert werden kann. Dabei spielen Fragen der Partizipation und Sozialverträglichkeit von Maßnahmen eine wichtige Rolle. Die Energie- und Infrastrukturunternehmen sowie die Wohnungswirtschaft gehören dabei zu den wichtigsten Partnern, da sie oft hohe Investitionen tätigen müssen.
Ein bedeutender Baustein der ICM ist daher u. a. die Identifikation und Entwicklung von Förderkulissen für die Erstellung von Konzepten als auch für die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen. Dazu werden unter anderem Beispiele aus den ICM-Projekten in Bottrop und Hamburg herangezogen.

 

Pressekontakt: Silke Bender, 02041-70-5007