Der 6. Projekttisch Ruhr in Wesel gab vier Start-ups die Chance, ihre Ideen den Kommunen an Rhein und Ruhr vorzustellen. Foto: ICM
Der 6. Projekttisch Ruhr in Wesel gab vier Start-ups die Chance, ihre Ideen den Kommunen an Rhein und Ruhr vorzustellen. Foto: ICM

Start-ups liefern am Projekttisch Ruhr Gesprächsstoff für „roll out“-Städte

Zum 6. Mal trafen sich Mitte September Vertreter der Kommunen, die am Projekt „InnovationCity roll out“ teilnehmen, auf Einladung der Innovation City Management GmbH (ICM) zu Gesprächen und Austausch. Veranstaltungsort war „die alte Hansestadt Wesel am Rhein“, in deren Ratssaal Bürgermeisterin Ulrike Westkamp die „roll out“-Städte begrüßte. „Wir haben uns sehr gefreut, bei den Gewinnerkommunen des Projektes dabei zu sein und haben schon jetzt viele Impulse für unser InnovationCity-Quartier Schepersfeld gewonnen“, berichtete Westkamp. Das Quartier sei mit seiner gemischten städtebaulichen Struktur und vielen Gebäuden aus den 1960er und 70er Jahren ein interessantes Gebiet für die energetische Modernisierung und die damit beabsichtigte Reduktion des CO2-Ausstoßes. In Wesel ist die Arbeitsphase zur Konzepterstellung Anfang 2018 gestartet.

Das Projekt roll out ist auf der Zielgeraden
Zum Stand des gesamten Projektes informierte ICM-Geschäftsführer Burkhard Drescher. „Wir befinden uns auf der Zielgeraden: Für die meisten der insgesamt 17 Städte können wir die Konzeptphase Ende dieses Jahres abschließen“, erklärte er. „Auf meinem Schreibtisch sammeln sich die Konzepte. Darin haben wir wertvolle Hinweise für die Zukunftsfähigkeit der Städte erarbeitet.“ Einige Projekte aus den Konzepten sind in Bottrop erfolgreich erprobt worden. Ratsmitglieder aus Wesel zeigten sich zum Beispiel bei einer Exkursion durch die Modellstadt von den Pflastersteinen beeindruckt, die durch einen photokatalytischen Prozess Stickoxide aus der Umgebungsluft abbauen können. Diese Idee haben sie schon jetzt in die politische Diskussion eingebracht.

Ideen von Sensoren über Carsharing bis hin zu Ladeinfrastruktur
Vier Start-ups präsentierten beim Projekttisch Ruhr weitere innovative Ideen, die vom kommunalen Publikum mit großem Interesse aufgenommen wurden. Die Firma Zolitron Technology, eine Ausgründung der Bochumer Uni, stellte ihren „kognitiven Sensor für alle Anwendungen“ vor. Preiswert, robust und wartungsfrei soll er sein – und kann zum Beispiel Entsorgungsunternehmen signalisieren, wann der Altglascontainer geleert werden muss. „Einfach mitfahren“ lautet das Prinzip des Start-ups „Flux“: Innerhalb weniger Sekunden sollen sich hier über eine App Mitfahrgelegenheiten für kurze Strecken ergeben. Das Angebot kann auch für Unternehmen konfiguriert werden, so dass etwa nur Kollegen mit Kollegen fahren. Neue Perspektiven für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos erhofft sich die innogy-Tochter DigiKoo. Mittels einer Webanwendung will das Unternehmen den Entscheidungsprozess aller Beteiligten bei neuen Ladesäulen beschleunigen. Intelligente Lösungen für die Städte der Zukunft sammelt das Start-up „Bee smart city“. Dabei soll immer der Kunde, also der Mensch, im Mittelpunkt stehen und nicht die Technologie. „Bee smart city“ bietet sowohl eine Informations- als auch eine Lösungs-Plattform. Viel Input für die Teilnehmer des 6. Projekttisches.